Magdalena Heimann ist die neue Weißwurstkönigin 2018/2019

Bodenmais. Nach gut zwei Stunden stand am späten Samstagabend im Joska-Restaurant in Bodenmais definitiv fest: Magdalena Heimann ist die 6. Bayerische Weißwurstkönigin. Die 20-jährige Metzgereifachverkäuferin aus Wildenholzen im oberbayerischen Landkreis Ebersberg konnte sich gegen sechs Konkurrentinnen durchsetzen.

Die Finalistinnen zur Wahl der 6. Bayerischen Weißwurstkönigin hatten schon Mitte September festgestanden. Gleich 55 Bewerberinnen aus allen Regierungsbezirken Bayerns wollten diesen Titel. Königin Lena I. ist damit die Nachfolgerin von Ramona, von der sie die Insignien für ihr neues Amt überreicht bekam. Den zweiten Platz belegte die 29-jährige Metzgereifachverkäuferin Daniela Augustin aus Kühbach in Schwaben, groß geworden im elterliche Betrieb mit Schweinemast und –zucht und gelernte Hauswirtschafterin. Sie und die weiteren fünf Finalistinnen gelten als Prinzessinnen. Die neue Regentin dankte für das Vertrauen und konnte ihr Glück noch gar nicht fassen. Alle sieben Kandidatinnen haben sich in den Prüfungen bestens bewährt.

 

In der Jury saßen neben Ramona Nadler, der bisherigen Weißwurstkönigin, auch MdB Alois Rainer, der einzige Metzgermeister im deutschen Parlament, Quirin Söll von der Firma Astrid Söll Dirndl-Couture, Social-Media-Legende "Addnfahrer", Joska-Marketing-Managerin Bettina Bonfissuto sowie Norbert Wittmann, Vater der ersten Weißwurstkönigin Nadja I., Weißwurstpapst, Metzgermeister und Besitzer eines Weißwurstmuseums.

Sie alle nahmen mit Argusaugen auf, wie die Kandidatinnen die gestellten Aufgaben erfüllten, deren Schwierigkeitsgrad nicht zu unterschätzen war – ganz so einfach soll es ja auch nicht gehen. Mit ihrem disziplinierten Auftreten, mit fachlichem Wissen und selbstbewusster Haltung faszinierten die Kandidatinnen.

Woife Berger alias "Der Fälscher" führte souverän und humorvoll durch den heiteren Abend und konnte schließlich nach den Wettkämpfen um die Weißwurstkrone, bei denen es auch für einige ausgewählte Damen und Herren darum ging, mit verbundenen Augen eine Weißwurst zu schälen, das Ergebnis verkünden.

Eröffnet wurde die Krönungsfeier im Joska-Restaurant durch die Silberberg-Sänger Franz "Boube" Bauer, Hans "Xerl" Andres und Wolfgang "Woife" Fritz. Zu den Ehrengästen gehörten auch Bürgermeister Joachim Haller sowie die Ideengeber für die Wahl der Weißwurstkönigin, die Joska-Chefs Josef Kagerbauer jun. und sen. sowie Rosemarie "Rosl" Nötzel und Albert "Bertl" Fritz sowie Staatsminister a. D. MdL Helmut Brunner als Schirmherr der Veranstaltung ("ich war der Minister mit den meisten Königinnen"). Er bekam von "Rosl" und "Bertl" den Weißwurstorden angeheftet. Seine Anerkennung zollte Helmut Brunner sowie auch Woife Berger den Initiatoren der Veranstaltung, besonders der Metzgerinnung Arberland mit ihrem Obermeister Stefan Einsle.

 

Der neuen Weißwurstkönigin winken ebenso wie ihren Vorgängerinnen Preisgeld, Designer-Dirndl, Wellness-Wochenende, Einkaufsgutschein, Fotoshooting, Trachtentasche sowie für ein Jahr Diadem und Weißwurstzepter. Mit im Boot der Vorbereitungen und Durchführung saß ebenso die Bodenmais Tourismus GmbH mit Eva Adam-Sterl, Karin Reisinger und Elke Saller. Auch MdB Alois Rainer ergriff das Wort und stellte den hohen Wert des Handwerks und dieser Veranstaltung heraus.

 

"Diese Zeit möchte ich nicht missen", machte die 29-jährige Metzgereifachverkäuferin Ramona Nadler aus Münchsmünster deutlich, deren Regentschaft am Weißwurstthron nun endete. Von ihrer Nachfolgerin wünschte sie sich, dass Magdalena Heimann das Handwerk so präsentiert wird, wie Ramona I. es selbst bei diversen Auftritten getan hat, denn Lena I. repräsentiert nun für ein Jahr Freistaat und Handwerk bei zahlreichen Anlässen.

"Speisen rund um die Wurst" und Kaiserschmarrn mit Apfelmus wurden von der Joska-Crew aufgetischt. Vor der heißen Prüfungsphase der Finalistinnen und der Entscheidungsfindung der Jury stellten sich die sieben jungen Damen vor. Die Programmfolge mündete in die feierliche Krönung und das gemeinsam gesungene Bayernlied.

Lena I., die künftige Regentin, zählte ihr Reiselust, die Unternehmungen mit ihrem Freundeskreis und körperliche Fitness zu den Steckenpferden. Aufgewachsen ist sie in der elterlichen Metzgerei. − wm / Quelle: www.pnp.de / Bayerwald-Bote

 

Bilder: Hans Kreitmair